Seminar zum Mord an den Anarchist*innen Sacco und Vanzetti

 

An der Ruhr-Uni gibt es dieses Sommersemster ein Seminar zu dem Mord an den Anarchist*innen Sacco&Vanzetti. Es sind noch Plätze frei. Ankündigungstext hier:

Sacco & Vanzetti. Historische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf einen Justizmord

Als die Italoamerikaner Ferdinando „Nicola“ Sacco und Bartolomeo Vanzetti im August 1927 in den USA hingerichtet wurden, war die Weltöffentlichkeit alarmiert. Große Protestkundgebungen gab es in vielen europäischen Großstädten. Neben den linken Arbeiterbewegungen beteiligten sich aber vor allem in den USA auch religiöse Gruppen unterschiedlicher Coleur im Rahmen einer breiten gesellschaftlichen Bewegung zuvor an den Kampagnen für die Freilassung der beiden Anarchisten, denen die Beteiligung an einem Raubmord zur Last gelegt wurde. Mit „Here’s to you“, einer Ode an die beiden Aktivisten, schufen Joan Baez und Ennio Morricone 1971 einen Song, der zur linken Hymne und zum Soundtrack der 1970er Jahre avancierte. Das Seminar möchte zum einen die Umstände und Hintergründe von Prozess und Hinrichtung der beiden rekonstruieren und andererseits nach der kulturellen Bedeutung dieses Ereignisses fragen.
Anmelde-Link:

https://vvz.ruhr-uni-bochum.de/campus/all/event.asp?objgguid=NEW&from=&gguid=0x73C6E8BD561A40FEA6C1DAC3354DC41C&mode=&tguid=0x8FB7FBA554224834A512436DF32B5EF1&lang=de

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Anarchistische Lebensmittelhilfe: Lebensmittelverteilaktion und Gedenkdemo

Unsere Freund*innen von der anarchistischen Lebensmittelhilfe verteilen Morgen, 19.02.2022 wieder Lebensmittel vorm Bochumer Kostnixladen. Hier deren Ankündigungstext:

Lebensmittelverteilung

Am kommenden Samstag werden wir von 16.30 -19.30 Uhr (oder bis alle Lebensmittel verteilt sind) vor dem Kostnixladen vor den und bei schlechten Wetter im Kostnixladen Dorstenerstrasse 37 wieder Lebensmittel verteilen. Wer Lebensmittel spenden möchte kann dies zur gleichen Zeit tun. Falls ihr diese Lebensmittel extra kauft bitte darauf achten, dass sie vegan sind. Geld kann auch vor Ort oder über folgende Bankverbindung gespendet werden:

Begünstigter: Verein für Gegenseitige Hilfe
IBAN: DE28 8306 5408 0004 2543 50
Verwendungszweck: Lebensmittelhilfe
Bitte gebt unbedingt den Verwendungszweck an, weil nicht wir das Konto verwalten, sondern ein befreundeter Verein, der uns das Geld weiterleitet bzw. die Lebensmittel für uns kauft.

Gendenkdemo zu Hanau

Gleichzeitig findet in Bochum eine Gedenkdemo für Said Nesar Hashemi, Ferhat Unvar,  Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov,
Fatih Saraçoğlu, Mercedes Kierpacz und Gökhan Gültekin, welche 2020 beim rassistischen Anschlag in Hanau ermordet wurden. Falls ihr nicht bei uns vorbeikommtm rufen wir auf euch an der Demo zu beteiligen. Ihr könnt auch zwischendurch Lebensmittel abholen und dann zur Demo gehen. Die Demo startet um 17.00 Uhr vorm Bochumer HBF – mehr Informationen. Nein zur rassistischen Ordnung! Für eine Ende von faschistischer Gewalt, Staaten und Grenzen!

Quelle.

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In Bewegung kommen – Aktionstrainingstag

Während es im Rest der Welt viel Unruhe gibt, ist in Deutschland fast schon totenstill. Gerade während Corona haben wir gesehen, was passiert wenn wir unseren Gegner*innen Straßen und Themen überlassen. Wir wollen, dass es in Deutschland zu kämpferischen anti-autoritären Bewegungen kommt. Daher veranstalten wir am 22.01.2022, einen Tag mit verschiedenen Angeboten aus Workshops und Vorträgen, die uns dabei helfen sollen. Die Zeiten des Workshop zu Recht und des Vortrag zur Aufstandsbekämpfung können sich noch tauschen. Alles Veranstaltungen finden im Black Pigeon – Scharnhorststrasse 50 Dortmund statt.

Programm

12.00 Uhr – Workshop: Recht

Wer kennt’s nicht? Spontan mit ein paar Leuten auf ’ne Demo gegangen und plötzlich gibt’s Stress mit Cops, Menschen werden rausgezogen, die Demo wird gekesselt und so weiter …

Wie bereite ich mich also auf eine Demo oder Aktion vor, was sind meine Handlungsoptionen, wenn es Stress mit der Polizei gibt und wie läuft das eigentlich ab bei so einem Gerichtsprozess? Mit diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir uns im Rahmen eines Workshops vom ABC Ruhr beschäftigen.

14.00 Uhr – Workshop: Aktionstraining

Es kann nicht sein, dass wir bei Demos immer wieder in Kessel rennen oder Demonstrationszüge solange stehen bleiben bis sie schließlich beendet und massenhaft Menschen verhaftet werden. Wir können nicht jedes mal dieselben Strategien anwenden, wenn diese so häufig scheitern. Daher organisieren wir ein Aktionstraining zur Bewegung in kleinen Gruppen im städtischen Raum. Getreu dem Motto: „Seid Wasser.“

Es ist kein Training bei dem geübt wird andere Versammlungen zu stören. Folgende Fragen soll das Training beantworten:

  • Was ist eine Bezugsgruppe und wie organisiert mensch sich in einer?
  • Worauf sollte sich mensch vorbereiten bei Demos und anderen Anlässen auf der Straße?
  • Wie können Kleingruppen sich gemeinsam sinnvoll verhalten?

18.00 Uhr – Vortrag: Aufstandsbekämpfung

Wie hält der Staat soziale Bewegungen ungefährlich und verhindert Aufstände? Der Vortrag gliedert sich grob in zwei Teile. Es soll um direkte Repression, also um Dinge wie Gesetze, Gewalt durch die Polizei und Strafverfolgung gehen. Wozu dienen welche Gesetze und die mit ihnen verbundene Strafverfolgung? Was macht die permanente staatliche Repressions(-androhung) mit uns und unseren Bewegungen? Welche Strategien nutzt die Polizei um Demonstrationen und andere Ansammlungen auf der Straße zu steuern oder zu zerschlagen?

Dazu kommt indirekte Kontrolle, z.B. durch staatliche Beeinflussung von unserer Selbstwahrnehmung als Bewegung. Wie beeinflusst der Staat unsere Denkweisen in seinem Sinne? Welche Ideologien (Weltanschauungen), Institutionen und Bewegungen sind Ihm dabei nützlich? Themen werden u.a. Universität (hier z.B. Bewegungsforschung), Gewaltfreiheit, Demokratie und Faschismus sein.

Organisatorisches und Corona

Für die Teilnahme am Aktionstraining Workshop, sowie das Essen bitten wir um Spenden. Spende heißt, wer nichts geben kann oder möchte, muss auch nichts geben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Erstmal wird haben keinen Bock auf 2G und 3G mit staatlichen Kontrollen, weil das illegalisierte Menschen ausschließt und Ausweiseinkontrollen sind immer scheiße, wir bitten Euch aber entsprechenden Nachweise/Ausweise dabei zu haben, damit wir und das Black Pigeon bei einer Kontrolle keine Probleme bekommen. Weil wir nicht wissen, ob wir unter 2G oder 2G+ fallen, testet euch vorher auch bei einer Teststelle. Selbsttests gehen leider nicht. Falls ihr mit diesen Nachweisen Probleme habt, kommt erst mal und sprecht die Person am/vorm Eingang an. Wir haben eine Liste von aktuellen Testzentren in Dortmund und vielleicht gibt es auch noch Anderes zu besprechen. Wir weisen daraufhin, dass unsere Gruppenmitglieder die Möglichkeit haben Menschen von Veranstaltungen auszuschließen, wenn diese menschenfeindliche Inhalte wie die Leugnung des Coronavirus/Antiimpfpropaganda oder Unterstützung autoritärer staatliche Maßnahmen verbreiten. Bei sonstigen Fragen, schreibt bitte an: schwarze-ruhr-uni@riseup.net.

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11.12. – Vortrag: Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung

Bei der Pandemie, Klimawandel oder auch der Pflegekrise zeigt sich, dass staatslinke Ansätze gescheitert sind. Anarchist*innen haben die Unmöglichkeit grundsätzliche Probleme über den Staat zu lösen schon lange vorhergesagt. Für alle, die Jetzt und für die Zukunft nach Alternativen suchen, möchten wir mit unserem Vortrag einen Ausgangspunkt bieten:

Das Wort Anarchie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Herrschaftsfreiheit. Einst die stärkste sozialistische Strömung, wurde der Anarchismus von Faschismus, Staatssozialismus und staatlicher Demokratie bis zum Ende der 1930er–Jahre fast vollständig ausgelöscht. Aufgrund ihrer Beteiligung an der neuen Welle weltweiter Aufstände wird die anarchistische Bewegung nun wieder sichtbarer. Auch die Herrschenden erkennen wer soziale Bewegungen und die Kämpfenden in Aufständen gegen sie unterstützt, egal ob liberal, konservativ oder faschistisch – alle sind in ihre Feindschaft dem Anarchismus gegenüber miteiander verbunden. Wir wollen die Gunst der Stunde nutzten, um die Frage Vieler zu beantworten was Anarchismus überhaupt ist und worin er sich von anderen Theorien und Bewegungen (vor allem der staatlichen Linken) unterscheidet? Warum lehnen Anarchistinnen Kapitalismus und Staat ab? Weshalb sind Herrschaft und Hierarchien die grundsätzliche Ursache vieler Probleme unserer Welt? Und wieso sind Revolutionen, die den Staat nutzen wollen, um die Welt zu verbessern zum Scheitern verurteilt? Diese und weitere Fragen sollen im Vortrag beantwortet werden, denn angesichts der globalen Lage ist nichts gefährlicher als den Kopf in den Sand zu stecken und auf eine Rückkehr der „Normalität“ zu hoffen.

Bonusteil: Vom „Versagen“ der staatlichen Linken – Oder Warum staatliche Politik keine Lösung für Pandemieprobleme ist

In einem kurzen Zusatzteil soll es darum gehen, warum der Staat viele Probleme, die wir während der Pandemie erlebt haben mitgeschaffen hat – zum Beispiel die fehlende (Eigen)Verantwortung der Menschen. Außerdem wird darauf eingegangen wie eine anarchistische/anti-autoritärer Umgang mit der Pandemie hätten aussehen können bzw. warum die Pandemie ohne Staat und Kapitalismus wahrscheinlich nie entstanden wäre.
Der Vortrag findet am Samstag, den 11.12.2021 um 16.00 Uhr im Botopia (Griesenbruchstraße 9 – Bochum). Bitte habt einen 2G-Nachweis dabei, falls es eine staatliche Kontrolle gibt. Falls noch nicht geschehen und für euch möglich, lasst euch bitte impfen.

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27.11.2021 – Anreise zur Demo gegen das Verbot der PKK

Am Samstag, den 27.11.2021 findet in Berlin eine Großdemo gegen das Verbot der kurdischen Organisation PKK statt.
Als Erstes stellen wir uns gegen alle staatlichen Organisationsverbot – solange der Staat die Macht hat Organisationen zu verbieten, wird er sie immer auch gegen uns einsetzten und antiautoritäre Bewegungen einsetzen. Auch wenn wir in Teilen der inhaltlichen Ausrichtung und auch Praxis der PKK sehr kritisch gegenüberstehen, ist es klar das unsere Solidarität allgemein Betroffenen staatlicher Repression gilt. Außerdem wird das Verbot vom deutschen Staat genutzt, um die kurdische Bewegungen und Gemeinschaften in ihrer Gesamtheit anzugreifen. Zahlreiche Menschen sitzen aufgrund des Verbotes im Gefängnis, unzählige sind Verfahren und Verboten von Demonstrationen ausgesetzt. Staatliche Verfolgung ist niemals akzeptabel darum rufen wir euch auf euch an der Demo zu beteiligen. Diese startet in Berlin um 12.00 Uhr am Hermanplatz. Aus dem Ruhrgebiet gibt es von Dortmund aus eine organisierte Anreise. Der Bus fährt am Samstag, den 27.11.2021 um 0.00 Uhr von der Bornstraße 166 los. Mehr Infos zur Demo findet ihr hier. Weg mit dem Verbot der PKK, weg mit dem deutschen Staat!

Falls ihr außerdem Interesse an einer kurzen Zusammenfassung des kurdischen Selbsbestimmungskampfs habt, sei euch dieses Interview empfohlen.

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