Anarchistische Lebensmittelhilfe – Bericht Mai: Neue Verteilung und Geldnot

Verteilung vor dem Bochumer Kostnixladen

Im Mai haben wir neben unseren Verteilungen auf der Straße in Dortmund und Bochum Lebensmttel vor dem Bochumer Kostnixladen verteilt. Die Verteilung lief sehr gut. Passant*innen spendeten spontan 30 Euro und ein Person brachte extra eine Lebensmittelspende mit. Wir wurden all unsere gepackten Tüten mit (Reis, Nudeln, Reiscuisine, Tomaten in Stücken, Gemüse, Äpfeln, Räuchertofu und Pudding) und einen Großteil der extra gespendeten Lebensmittel los. Den Rest gaben wir an Bekannte weiter, welche Unterstützung brauchen. Es gab auch einige gute Gespräche mit Menschen über das Projekt und den Kostnixladen.

 

Akute Geldnot

Mit der Verteilaktion sind wir bewusst ein Risiko eingegangen, weil wir schneller unsere Rücklagen aufgebraucht haben. Jetzt sind wir auf eure Solidarität angewiesen. Für den Juni brauchen wir mindestens 150 Euro, um weiter machen zu können. Andernfalls müssen wir mindestens eine unserer Verteilaktionen einstellen. Darum spendet bitte, wenn möglich oder verbreitet unseren Spendenaufruf. Spenden könnt ihr über nachfolgende Kontoverbindung:

Begünstigter: Verein für Gegenseitige Hilfe
IBAN: DE28 8306 5408 0004 2543 50
Verwendungszweck: Lebensmittelhilfe

Bitte gebt unbedingt den Verwendungszweck an, weil nicht wir das Konto verwalten, sondern ein befreundeter Verein, der uns das Geld weiterleitet bzw. die Lebensmittel für uns kauft.

Quelle

Anarchistische Lebensmittelhilfe

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Tomaten Im Garten, Produktion in der Revolution – Selbstorganisierte Nahrungsmittelversorgung – Teilnahme Anmeldung weiter möglich

Unser Bildungskurs zu selbstorganisierter Nahrungsmittelversorung ist gestartet. Menschen können aber weiterhin dazu kommen. Meldet euch dafür bitte kurz per Mail  an radikale-bildung@riseup.net. Der Kurs findet immer Montags um 18.30 Uhr statt. Den genauen Ort schicken wir euch bei Anmeldung. Für die nächsten Treffen ist u.a ein Input mit zum Thema Permakultur mit anschließender Diskussion und ein Filmabend mit einer Doku über Urban Gardining geplant. Außerdem wollen wir das Thema Permakultur später nach konkreter vertiefen.

In den aktuellen und kommende ökologischen und gesellschaftlichen Katastrophen, sollten wir uns keinesfalls auf den Staat verlassen, wenn es um unsere Versorgung geht: Wer ohne jeden Grund überlegt Supermärkte zu schließen und den Zugang zu Nahrungsmitteln für Menschen mit wenig Geld zu erschweren, wird bereit sein in Situationen, wo es wirkliche Versorgungskrisen gibt, einen Großteil der Menschen im Stich zu lassen. Und dies Krisen stehen. aufgrund von Klimawandel und Umweltzerstörung, vor der Tür.
Unsere Ernährung wird vom Kapitalismus und dem Staat kontrolliert. Deren Eliten werden in den anstehenden Krisen gezwungen sein entweder ihre Ressourcen abzugeben oder durch Kontrolle und Verknappung hauptsächlich Güter für sich selbst produzieren zu lassen. Bereits jetzt ist es so, dass viele Menschen insbesondere global von hochwertigen Lebensmittel ausgeschlossen sind und auch dieser Trend wird sich wahrscheinlich noch verstecken.
Zentrale Motive der Nahrungsmittelproduktion/Verteilung sind Profit und Kontrolle über unser Leben. Der Gewinnzwang und der damit verbundene Einsatz von Giftstoffen/Medikamenten führt zu Gesundheitsschäden, während Monokulturen, Bodenerosion und Treibhausgasausstoß unsere Lebensgrundlagen zerstören. Dies trifft vor allem Arme, denn sie können sich keine teuren Bio-Produkte leisten und sind von Umweltzerstörung besonders betroffen. Der Staat ermöglicht dies durch den Schutz des Eigentums der Unternehmen und der Reichen.
Es ist keine utopische Zukunftsversion unsere Lebensmittelversorgung immer mehr unabhängig von Staat&Kapitalismus zu machen und lokal, selbstorganisiert und nachhaltig Nahrung anzubauen/zu produzieren – es ist eine Frage unseres Überlebens. Uns geht es dabei nicht, um den Panik geleitenden Ausstieg Einzelner, sondern den gemeinschaftlichen Übergang in ein anderes und besseres Leben. Beim Kurs wollen wir uns praktische Fähigkeiten im Anbau von Nahrung und auch die organisatorischen Fähigkeiten für die Nahrungsverteilung aneignen. Konkrete Vorschläge sind Gemeinschaftsgärten zu kontaktieren und den eigenen Anbau von Lebensmitteln zu erproben. Weitere Ideen sind Planspiele zu machen wie z.B. ein Stadtteil selbst versorgt werden kann und wir langfristig die Kontrolle über Nahrungsmittelproduktion- und Versorgung wiedererlangen.
Oder auch etwas völlig Anderes! Eine konkretes Projekt, das wir angefragt haben sich vorzustellen ist die Anarchistischen Lebensmittelhilfe aus Bochum/ Dortmund (alhbo.blackblogs.org). Dabei wollen wir im gesamten Kurse immer Praxis&Theorie eng verbinden, um langfristig, handelnde Strukturen zu schaffen.

Corona- und Repressionsschutz

Der Kurs findet ausschließlich Draußen (mit Abstand und Maske statt). Aufgrund der staatlichen Repression im Rahmen der Pandemie werden wir den Ort und die genaue Uhrzeit des Kurses nur per Mail mitteilen. Wenn ihr am Kurs teilnehmen wollt, schreibt bitte eine Mail an: radikale-bildung@riseup.net.

Ort und die  des Kurses nur per Mail mitteilen. Wenn ihr am Kurs teilnehmen wollt, schreibt bitte eine Mail an: radikale-bildung@riseup.net.

Termin: Ab 07.06.2021 – Jeden Montag 18.30 Uhr
Ort: Zentrum von Bochum (Genauer Ort per Mail)
Anmeldung&Nachfragen: radikale-bildung(at)riseup.net

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Anarchistische Lebensmittelhilfe: Kontaktlose Lebensmittelverteilung vor dem Bochumer Kostnixladen

Lebensmittel bekommen

Eigentlich wollten wir zunächst im Black Pigeon in Dortmund eine Verteilstelle einrichten, aber nach dem wir erfahren, dass in Bochum die Versorgungslage gerade sehr schlecht ist, u.a. ist der grö0te Foodsharing-Verteiler in Bochum seit Monaten geschlossem, haben wir uns entschieden damit in Bochum zu beginnen. Am 29.05.2021, Samstag verteilen wir daher vomr Bochumer Kostnixladen (Dorstener Str. 37) von 16.00 – 18.00 Uhr kontaktlos (vegane) Lebensmittel für Alle, die welche brauchen. Die Lebensmittel werden vorgepackt in Tüten, die mensch sich von einem Tisch vorm Laden mitnehmen kann. Weil unsere Mittel begrenzt sind, gibt es erst mal eine Tüte pro Haushalt. Die Lebensmittel sind nicht kühlpflichtig. Falls ihr Kleidung aus dem Laden braucht, könnt uns eine E-Mail mit konkreten Wünschen an alhbo(at)riseup.net schreiben, wir legen sie dann (falls da) für euch raus. Wenn wir in den nächsten Monatengenung Spenden erhalten, werden wir die Verteilung jeweils am Ende der nächsten Monate fortsetzen. Für Juni fehlen uns für alle unsere Projekte noch 150 Euro, für Juli 300. Sollten wir noch etwas mehr bekommen, könnten wir eventuell bald noch im Black Pigeon eine monatliche Küche Für Alle organisieren.  Falls ihr was geben könnt, findet ihr hier eine Möglichkeit dies zu tun. Die Kontaktlose Verteilung wird sobald wie möglich durch eine persönliche und dann irgendwann auch mit der Möglichkeit, dass Menschen vor Ort untereinander miteinander in Kontakt kommen, ersetzt. Unser Ziel ist klar ein anderes Zusammenleben zu schaffen.

Lebensmittel spenden

Um die Verteilung zu unterstützen, können Menschen gerne Lebensmittel spenden. Wir nehmen alle Lebensmittel an, die nicht gekühlt werden müssen, nicht selbstzubereitet sind und deren Mindeshaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist. Falls ihr extra Lebensmittel einkauft, achtet bitte darauf, dass sie vegan sind. Ihr könnt aber auch vor Ort Geld spenden. Das Geld wird dann genutzt, um im nächsten Monat neue Lebensmittel zu kaufen. Bitte bringt Spenden von 14.00 – 16.00 Uhr am 29.05, Samstag zum Tisch vor den Kostnixaden und ladet sie dort ab oder schreibt uns ein E-Mail an alhbo[at)riseup.net damit wir sie abholen können.

Quelle

Anarchistische Lebensmittelhilfe

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Kurzaufruf zu George Floyd-Gedenk-Demo in Bochum: Polizei abschaffen muss der Minimalkonsens werden!

Am Dienstag, den 25. Mai 2021, dem ersten Todestag des von der Polizei ermordeten George Floyd findet eine Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt in Bochum statt. Die Demo startet um 18.00 Uhr vom HBF. Den Aufruf der Organistor*innen findet ihr hier. 
Wir rufen auf sich an dieser Demo zu beteiligen und dort klar zu machen, dass der Minimalkonsens die Abschaffung der Polizei und des rassistisch, kolonialen Systems¹ sein muss. Auf der letzten Demo haben Menschen von uns leider erlebt wie BiPOCs, vor allem Schwarze, die Parole „No Justice, No peace! Abolish the Polic!e“ gerufen haben  und mit wenigen Ausnahmen ein Großteil der Demo dabei geschwiegen hat, darunter viele Weiße (während bei anderen Parolen viel mehr Menschen mitgerufen haben). Es kann und darf nicht sein, dass Weiße BIPOCS², die sich für die Abschaffung Polizei einsetzen, nicht unterstützen. Minimalkonsens muss die Abschaffung der Polizei werden! Wenn ihr (immer noch) glaubt die Polizei sei „anti-rassistisch reformierbar“, hört euch bitte unseren Vortrag zur Polizei an. Die Polizei ist eine Institution zum Erhalt des kolonialen und rassistischen Systems und dessen Ordnung. Sie muss rassistisch sein, das ist ihre Aufgabe. Außerdem schafft die Polizei wie jede Institution des Staats Ungleichwertigkeit und Unterdrückung, weil der Staat als Aufgabe hat die Macht von Eliten zu sichern, Menschen auszubeuten und zu beherrschen.
Alle Menschen, die Polizei abschaffen wollen fordern dies auf der Demo klar zu zeigen. Lasst außerdem wie möglichst bei jeder Demo, wo die Polizei stressen könnte, eure Handys zu Hause und organisiert euch in Bezugsgruppen.
Abschließend möchten wir daran erinnern, dass Weiße sich in den Kämpfen gegen Kolonialismus und Rassismus nicht in den Vordergrund rücken sollten, unsere Aufgabe ist (anti-autoritäre/radikale) Nicht-Weiße zu unterstützen und aus unseren eigenen Rolle beim Aufrechterhalten der kolonialen, rassistischen Ordnung auszubrechen.

¹Was für uns nur funktioniert, wenn Staat und Kapitalismus gleichzeitig abgeschaft werden, weil z.b. der Staat ohne Polizei nicht existieren kann.
²Black, Indigenous, People of Color

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Radikale Bildungskurse im Sommer 2021

Warum radikale Bildungskurse?

Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber bestimmtes Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsorte trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstelle eines Angebotes aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen.
Dies dient der Kontrolle unseres Wissens, z.B. ist die Geschichte der anarchistischen Bewegung und deren Erfolge vielen unbekannt. Auch praktisches Wissen, bespielsweise wie Nahrung angebaut oder verarbeitet wird, fehlt uns, so werden wir in zentralen Teilen des Lebens abhängig von hierarchischen Institutionen gehalten.
Wenn wir also eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaft anstreben, müssen wir aus unserer eigenen Geschichte lernen und uns praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unsere Leben bestimmen lassen. Deshalb organisieren wir dieses Wintersemester Kurse zum selbstbestimmten Lernen. Diese sind offen für alle Menschen, ob sie an der Ruhr-Uni studieren oder nicht. Eine Auflistung der Kurse findet sich im Nachfolgenden. Falls euch ein Thema fehlt und ihr mithelfen wollt, etwas zu organisieren, dann meldet euch bei uns.

Lasst uns mit neugierigen Lernen beginnen
und die Welt radikal verändern!

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