Radikale Bildungskurse – Wintersemester 2019/2020

Warum radikale Bildungskurse?

Wir wollen eine vollkommen andere Welt schaffen, in der jede*r über sich selbst bestimmt: Dafür braucht es aber bestimmtes Wissen und die Fähigkeit, sich dieses ohne Zwang anzueignen. Staatliche und kapitalistische Schulen, Universitäten und Ausbildungsorte trainieren uns diese durch ihre Hierarchien, Vorgaben, Prüfungen und Noten ab. Anstelle eines Angebotes aus dem wir frei wählen, geben uns Autoritäten wie das Bildungsministerium, Lehrer*innen und Dozent*innen vor, was wir lernen sollen.
Dies dient der Kontrolle unseres Wissens, z.B. ist die Geschichte der anarchistischen Bewegung und deren Erfolge vielen unbekannt. Auch praktisches Wissen, bespielsweise wie Nahrung angebaut oder verarbeitet wird, fehlt uns, so werden wir in zentralen Teilen des Lebens abhängig von hierarchischen Institutionen gehalten.
Wenn wir also eine Welt ohne Kapitalismus, Staat, Patriarchat und jede andere Herrschaft anstreben, müssen wir aus unserer eigenen Geschichte lernen und uns praktisch die Fähigkeiten aneignen, die uns selbst über unsere Leben bestimmen lassen. Deshalb organisieren wir dieses Sommersemester Kurse zum selbstbestimmten Lernen. Diese sind offen für alle Menschen, ob sie an der Ruhr-Uni studieren oder nicht. Eine Auflistung der Kurse findet sich im Nachfolgenden. Falls euch ein Thema fehlt und ihr mithelfen wollt, etwas zu organisieren, dann meldet euch bei uns.

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Demo gegen Invasion der Türkei in Rojava heute um 18.00 Uhr

Wir rufen alle dazu auf sich gleich um 18.00 Uhr an der Demo gegen die Invasion der Türkei in Rojava zu beteiligen. Rojava ist ein wichtiges revolutionäres Projekt. Außerdem sind dort Anarchist*innen an den Kämpfen beteiligt. Die Demo startet am Bochumer HBF

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07.11.2019 – Vortrag: Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung

Einst die stärkste sozialistische Strömung, wurde der Anarchismus von Faschismus, Staatssozialismus und staatlicher Demokratie bis zum Ende der 1930er–Jahre fast vollständig ausgelöscht. Heute wehen die schwarzen Fahnen wieder in den Herzen vieler Menschen. Doch was ist Anarchismus überhaupt und worin unterscheidet er sich von allen anderen (europäischen) Theorien und Bewegungen der Gegenwart? Warum lehnen Anarchist*innen Kapitalismus und Staat ab? Und weshalb sind Herrschaft und Hierarchien die grundsätzliche Ursache vieler Probleme unserer Welt? Diese und weitere Fragen sollen im Vortrag beantwortet werden, denn nichts ist unrealistischer, als alles so zu belassen wie es ist, und andere Resultate zu erwarten. Continue reading

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22.10.2019: Allerletzter Alternativer Uni-Rundgang

Seit fast einem Jahrzehnt gibt es den alternativen Uni-Rundgang. Wir haben den Rundgang vor einigen Jahren vom Protestplenum übernommen. Nachdem mit dem Politischen Archiv nun der letzte selbst-verwaltete Raum rausgeschmissen wurde und die Alternative Semesterparty, nach Drohungen seitens der Univerwaltung, nicht mehr stattfindet, haben wir uns entschieden auch den Rundgang einzustellen, denn beide waren die wichtigsten Stationen.
Wir wollen aber nicht einfach sang und klanglos aufhören. Noch einmal wollen wir ältere und neuere Anekdoten aus der Geschichte antiautoritärer Bewegungen an der Uni erzählen. Außerdem verbinden wir die Geschichte der Uni mit der Geschichte der restlichen Welt, denn die Uni befindet sich nicht in einem Vakuum und auch dort spiegeln sich globale Unruhen und Katastrophen wider. Stationen sind coole Orte wie der Frauen*raum, aber auch Einrichtungen, die viele Menschen eher unterdrücken als ihren Bedürfnissen zu dienen. Außerdem klären wir u.a. folgende Fragen: Welches Spiel, das es auch an der Ruhr-Uni gibt, wurde von einem Anarchisten miterfunden? Warum gab es einmal eine Schießerei auf dem Campus? Weshalb ist das Q-West das Ergebnis einer großen Lüge der Uni-Geschichte? Und ist es manchmal sinnvoller seinen*ihren Müll in die Univerwaltung zu schmeißen als in einen Abfalleimer?
Los geht’s am Dienstag, den 22.10.2019 um 18.00 Uhr vor der Uni-Verwaltung. Egal, ob ihr schon seit Jahren mal beim Rundgang dabei sein wolltet oder gerade mit eurem Studium angefangen habt: Nutzt die Gelegenheit – eine Weitere wird es nicht geben. Nach dem Rundgang wollen wir den Abend noch gemeinsam in der Stadt ausklingen lassen.

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Aufruf zu antiautoritären Beteiligung am Klimastreik in Bochum am 20.09.2019

Am 20.09 findet ein internationaler Klimastreik statt – auch in Bochum sind Aktionen geplant. Wir rufen dazu auf, sich an dem Streik zu beteiligen und sich gegen den vermeintlichen staatlichen Klimaschutz zu positionieren. Schwänzt die Schule&Uni und streikt bei der Arbeit, z.B. in dem ihr euch krank schreiben lasst. Kommt an dem Tag außerdem zur Demo in der Bochumer Innenstadt und/oder organisiert Direkte Aktionen, um die kapitalistisch-staatliche Ordnung zum wanken zu bringen.

Der Klimaschutz ist ein Kampf ums Überleben, hört auf staatstreu zu reden…

Große Teil der Klimabewegung setzten ihre Hoffnungen auf den Staat und seine Politiker*innen. Doch der Staat ist nicht nur unfähig den Klimawandel zu stoppen, er ist eine der Institutionen, die ihn erst ermöglichen. Es sind die Organe der Staatsgewalt, vor allem die Polizei, die den Widerstand gegen Umweltzerstörung bekämpfen und Menschen das Land stehlen, um Umweltzerstörung zu ermöglichen. Wir können das im Hambacher Forst, bei diversen Pipelineprojekten und auch gerade in Brasilien sehen. In Bochum hindert uns ebenfalls die Polizei daran effektive Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen wie z.B. Autoverkehr unmöglich zu machen, Parkplätze und Straßen zu begrünen, kostenlos mit dem Nahverkehr zu fahren oder Unternehmen zu enteignen. Das staatliche Verhalten ist kein Fehler im System, es ist das System. Der Staat, wie andere hierarchische Institutionen auch, ist maßgeblich an seinem eigenen Machterhalt und Machtausbau interessiert. Er ist auch kein Gegner des Kapitalismus, sondern hat diesen aktiv mitaufgebaut, um seinen eigene Macht zu erweitern. Klimaschutz kann nur funktionieren wenn wir den Staat ausschalten.

Ein anderes Ende der Welt ist möglich

Wie unsere Zukunft aussieht, wird daran hängen, ob wir es schaffen genug Menschen die Rolle des Staates aufzuzeigen und gemeinsam Direkte Aktionen zu organisieren. Deshalb wollen wir einen anarchistischen/antiautoritären Block bei der Demo organisieren. Leute die sich zum Block zusammenfinden wollen treffen sich um 11.30 Uhr vorm Bochumer Hauptbahnhof (Innenstadtseite), von dort aus gehen wir dann gemeinsam zum Dr. Ruer Platz, wo um 11.45 Uhr die eigentliche Demo stattfindet. Machen wir ein anderes Ende der staatlich-kapitalistischen Welt möglich!

 

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